Adventskalender

Adventskalender

Kennt ihr das?

Ihr hab was schönes selbst hergestellt und wollt jemanden überraschen. Allerdings müsst aber noch soooo lange warten bis ihr endlich darüber sprechen könnt, da es sonst keine Überraschung mehr ist. So erging es mir und zwar schon seit ca. Mitte September.

Ich hatte die Idee dieses Jahr mal einen Adventskalender selbst her zu stellen und zwar für meine Kollegen. Wir sind insgesamt fünf Personen, drei Therapeuten und zwei Reinigungsfeen.
Mir war es wichtig, dass jeder davon was hat und keiner benachteiligt wird. Es musste aber noch eine Hürde übersprungen werden. Fünf Personen geteilt durch 24 Tage geht nicht. Fünf Adventskalender a 24 Tage ging auch nicht, dass hätte nicht gepasst, platzmäßig.

Nach ein wenig überlegen und planen kam dann die Idee

Der Kalender sollte aus Stoffsäckchen bestehen und dann einfach 25 Säckchen, da fünf Personen, die man öffnen kann.
So bekommt jeder gleich viel.

Die Säckchen wurden aus roten und grünem Stoff gefertigt und besitzen einen Tunnelzug. Jedes Säckchen sollte eine eigene weihnachtliche Stickerei mit der Zahl bekommen, außer eben das letzte Säckchen. Denn es sollen ja nur 24 Tage sein. Das letzte Säckchen hat das Herzlinde Label bekommen und ist auch zu öffnen.

Wenn es erstmal läuft, dann läufts

Eines der Schwierigkeiten war die Planung welche weihnachtlichen Stickmotive auf die Säckchen kommen. Ich wollte nicht, das es doppelte Motive gibt. So habe ich mir zum Thema Weihnachten und Advent eine Liste erstellt und etwas im Internet recherchiert um die passenden Ideen zu bekommen.

Nachdem klar war welche Stickmotive auf die Säckchen kommen, wurde sich an den PC gesetzt und es wurde Datei für Datei in liebevoller Einzelarbeit mit echt süßen Elementen digitalisiert. Danach wurden die Stoffe für die Säckchen zurecht geschnitten und mit der Overlock versäubert. Immer wenn eine Datei für die Stickmaschine fertig war, wurde der Stoff gleich eigespannt und das Motiv gestickt. Danach hab ich daraus gleich das Säckchen genäht. Diesmal hatten wir echt ordentlich Maschinen im Einsatz.

Der PC und Sticksoftware für die Planung sowie das Erstellen der Dateien, die Overlock für das versäubern der Stoffe damit sie nicht ribbeln können, die Stickmaschine um die Motive zu sticken, die Nähmaschine um aus dem Stoff Säckchen zu nähen, sowie das Bügeleisen um zwischendurch alles gut glatt zu bekommen, für die einzelnen Schritte an den Maschinen. Und natürlich, damit das ganze überhaupt hier gezeigt werden kann, das Handy für die Fotos. Was für eine lange Produktionskette… 🙂

Ich muss sagen, es hat riesigen Spaß gemacht und es war viel Arbeit… aber es hat sich gelohnt.

Fett wird man ganz von alleine

Der Nachteil war (wenn es überhaupt ein Nachteil ist), ich musste währenddessen schon Ende August Lebkuchen und Spekulatius essen. So kam die richtige weihnachtliche Stimmung auf um so ein Projekt zu planen und zu produzieren, obwohl hier eher ein Eis richtige gewesen wäre. Zusätzlich wurden dabei weihnachtliche Lieder gesummt oder gesungen. Das ein oder andere Weihnachtsgedicht kam dann auch zum Vorschein. Eigentlich war ich schon im Oktober so mit Weihnachten komplett durch. 🙂 Witzig was so ein Projekt bewirken kann.

Nachdem der Adventskalender dann fertig war(viel zu früh…. wir hatten ja noch soooo viel Zeit), musste ich mir nur noch überlegen wo der Kalender aufgehängt werden soll und dann hieß es abwarten und Tee trinken… Tag für Tag. Alter Schwede, das war echt hart meine Klappe zu halten gegenüber den Kollegen, da ja sonst die ganze Überraschung im Eimer gewesen wäre.

Mit meinen Kollegen hatte ich abgesprochen, dass wir nach Totensonntag für die Adventszeit schmücken wollen. Schnell war für mich klar, überraschen kann ich sie nur wenn ich schneller bin. Also war ich am 15.11.2020 abends bei mir im Therapiezentrum und hab den Adventskalender platziert, voller Vorfreude auf die Reaktion, da ich ja elendig am Leiden war wegen dem Stille halten.

Überraschung

Am nächsten Tag war es dann soweit. Die Überraschung war gelungen. Der Kalender kam alleine nur vom sehen und von der Idee positiv bei meinen Kollegen an. Im Laufe der Woche äußerten sich viel Patienten positiv über den Kalender egal ob klein oder groß.

Über die Füllung darf ich hier nichts sagen (ist ja eine Überraschung), nur eins: Die Kosten für die Füllung übernahm die Firma, an dieser Stelle vielen Dank dafür.

Ein gelungenes Projekt und leuchtende Augen das lässt mein Herzchen höher schlagen.

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